Im Juni diesen Jahres folgten ein Teil der JU Südende im Kreise der JU Steglitz-Zehlendorf der Einladung unseres Wahlkreisabgeordneten Karl-Georg Wellmann nach Straßburg. Die viertägige Reise startete vom Berliner Hauptbahnhof aus und führte uns über den deutsch-französischen Grenzort Kehl ins Elsass.
Das Besuchsprogramm vor Ort war perfekt durchorganisiert. Dem Besuch des Europäischen Zentrums für Verbraucherschutz folgte eine Visite beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, ein Besuch bei der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, sowie dem Hauptquartier des EuroCorps. In allen Institutionen standen uns fachkundige Referenten in lebhaften Diskussionsrunden Rede und Antwort. Eine Stadtführung und eine Fahrt durch die Weinberge im Elsass gehörten ebenso zu unserem Programm wie der Besuch des Straßburger Münster.
Mit unserem Gastgeber, Karl-Georg Wellmann, trafen wir nicht nur bei einem gemeinsamen Mittagessen zusammen; er begrüßte uns auch kurz vor einer Sitzung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und erklärte uns diesen Teil seiner Arbeit als Bundestagsabgeordneter für Europa. Auf diese Weise eröffnete er uns einen interessanten Einblick hinter die Kulissen der Politik. Selber zu erleben wie das moderne Europa in der Praxis funktioniert war nicht nur interessant, sondern erhöhte auch das Verständnis unserer Gruppe dafür, warum die Entscheidungsfindungen in der EU manchmal etwas länger dauern. Wenn man sieht, wie viele Menschen aus unterschiedlichen Nationen erfolgreich zusammenwirken, erfüllt einen das nicht nur mit Stolz, sondern es wird auch deutlich, was für eine Kraftanstrengung und welch ein Geschick allen Beteiligten abverlangt wird.
Das dies nicht selbstverständlich ist, wurde uns beim Besuch des deutschen Soldatenfriedhofs in Bergheim vor Augen geführt. Hier ruhen Gefallene des Zweiten Weltkrieges. Umgeben von der landschaftlichen Schönheit des Elsass, wirkte dieser Ort fast unwirklich. Wann immer wir mit den Bewohnern ins Gespräch kamen stellten wir fest, dass die Frage nach nationaler Zugehörigkeit im Empfinden der Menschen eine untergeordnete Rolle spielt. Ein friedliches Miteinander stand stets im Vordergrund.
Abgerundet wurde unser gesamter Aufenthalt durch Besuche in ausgewählten Restaurants. Dort wurden uns landestypische Spezialitäten gereicht. Wer hätte gedacht, dass sich Sülze im Elsas so großer Beliebtheit erfreut…
Durch diese erlebnisreiche Reise wurde Europa für uns greifbarer. Die EU ist kein undurchschaubarer Verwaltungsapparat, sondern ein Zusammenschluss von Menschen, die aus der Vergangenheit gelernt haben, um die Zukunft nun gemeinsam zu gestalten. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir als Junge Union ein Teil dieser Zukunft sind.
Es waren für uns beeindruckende und unvergessliche Tage, für die wir unserem Gastgeber, Herrn Wellmann, herzlich danken möchten.
Von Gerrit Thiene



